Kleines Gewächshaus kaufen für den Balkon oder selber bauen

Sich selber ein kleines Gewächshaus kaufen oder bauen? Ein Kleingewächshaus eignet sich für Tomaten Aufzuchten und für drinnen Überwintern besonders gut, weil man seine Schützlinge und das Klima immer im Blick hat.kleingewaechshaus-holz-zum-selber-bauen

Die Jahreszeiten scheinen sich verschoben zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass bis in den Dezember frühlingshafte Temperaturen herrschen.

Doch was passiert, wenn sich auch der ‚echte‘ Frühling weiter nach hinten schiebt? Dann kann nicht mehr jede Pflanze im April bereits vorgezogen ins Frühbeet gesetzt werden.

Auch ist die erste frühe Salat- und Radieschenernte dahin, weil es einfach zu kalt war. Was also kann man tun, um die längeren Tage bereits für sich und sein Gemüse auszunutzen?

Kleines Gewächshaus für den Balkon

Dies ist eine knifflige Frage, da es von verschiedenen Kriterien abhängig ist, was unter diesem Begriff zu verstehen ist. Für jemanden, der einen sehr großen Garten hat, ist ein Pflanzengewächshausbau von 50 m² vielleicht die Norm. Doch das ist damit natürlich nicht gemeint.

Hier wird von einem Gewächshausbau gesprochen, das auch in einen kleinen Garten, etwa den eines Reihenhauses oder auf die Parzelle im Schrebergarten passt.

Doch bitte: Bevor im Schrebergarten einfach ein Gewächshausbau errichtet wird, bitte erst nachfragen, nach welchen Spielregeln dies erlaubt ist. Darüber informiert die Satzung des Kleingartenvereins für gewöhnlich.

Somit ist ein Gewächshausbox eines mit circa 4,5 m². Doch sicherlich gibt es auch die ganz kleinen, die knapp 2,5 m² aufweisen.

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Unterschiede Kleingewächshäuser

An erster Stelle unterscheiden sie sich erheblich im Material. Die ganz kleinen Gewächshäuser sind auch unter dem Begriff „Tomatengewächshaus“ bekannt. Das Set enthält ein Stangensystem, über das eine Plastikfolie gezogen wird. Diese kann per robustem Reißverschluss geöffnet oder verschlossen werden.kleine-gewaechshaeuser-fuer-balkon

Bei diesem Modell ist darauf zu achten, um welche Art von Folie es sich handelt. Am besten eignet sich eine Thermofolie. Diese fängt auch die kleinsten Sonnenstrahlen ein und leitet die Wärme ins Innere. Jedoch hindert sie die Wärme so gut wie möglich am Austreten.

Erst mit dem Sonnenuntergang kühlt es sich auch hier drinnen wieder ab. Dennoch kann ein solch Miniaturgewächshaus große Dienste leisten. Denn dort können Pflanzen, die erst bei besserem Wetter ins Freiland gepflanzt werden können, sehr gut angezogen und aufgepäppelt werden.

Wenn dies gelingt, kommen starke Jungpflanzen ins Freilandbeet, sodass viele Widrigkeiten ihnen nicht mehr anhaben können.

Viele Gewächshäuser dieser Größenordnung sind jedoch auch robust gebaut. Das bedeutet, dass sie mit einem stabilen Aluminium- oder Holzgerüst ausgestattet sind.

Des Weiteren sind sie mit Thermo-Kunststoffplatten oder Glasscheiben verkleidet. Damit verfügen sie auch über die Möglichkeit, bei schönem, heißem Wetter vernünftig zu lüften.

Hierfür ist neben der Tür auch ein einhakbares Fenster vorhanden. Diese robusten Modelle sind ganzjährig einsetzbar. Im Übrigen sind sie in verschieden Farben und Ausführungen erhältlich. Hier gilt es zu schauen, was einem am besten gefällt.

Anlehngewächshaus im Kleinformat

Auch das Anlehngartenhaus gehört zu den kleinen Gewächshäusern. Jedoch steht es nicht wie die anderen Modelle frei im Garten. Es wird an eine Wand angelehnt, die dann die Rückseite des Anlehngartenhauses bildet. Auch diese Variante ist in „Plastik“, aber auch in robust erhältlich.

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Anlehngewächshaus in Klein

Wer sich zunächst als Gärtner ausprobieren möchte oder nur eine sehr schmale Brieftasche hat, kommt sicherlich auch mit dem Modell mit Plastikfolie zurecht. Doch muss leider gesagt werden, dass es aufgrund seiner materiellen Instabilität leider nicht lang hält.

Dies ist ein Fakt, der auch auf die freistehenden Modelle zutrifft. Wer jedoch nur wenig Platz auf der Südseite des Hauses hat, kann mit dem Anlehnglasgewächshaus viel bewirken.

Denn dort wird es sehr schnell warm, auch wenn noch recht frische Temperatur herrschen. Dies ist der Hauswand zu verdanken. Sie ist auch der Grund dafür, dass sich die Wärme dort sehr gut halten kann.

Ist diese Ecke auch noch windgeschützt, kann man relativ früh mit der Aussaat und Vorzucht beginnen. Doch Vorsicht: Scheint die Sonne zu stark, verstärkt sich auch die Wärmeeinwirkung um ein Vielfaches. Daher kann es sinnvoll sein, eine Vorrichtung zur Beschattung von Anfang an zu installieren.

Balkonbesitzer aufgepasst: Wer über einen großen Balkon oder eine Dachterrasse verfügt, sollte bei seinem Vermieter anfragen, ob es möglich wäre, dort ein Anlehngewächshaus aufzustellen.

Selbstverständlich wäre auch ein ganz kleines Tomatengewächshaus denkbar. Doch bei solchen Aufbauten ist man auf der sicheren Seite, wird der Vermieter zuerst gefragt.

Pflanzen in kleine Gewächshäusern

Im Frühjahr sollte das Gewächshaussystem, wie große Gewächshäuser auch zunächst für die Anzucht von empfindlichen Pflanzen genutzt werden. Diese können hier in aller Ruhe und Abseits von eventuellen Schädlingen zu kräftigen Jungpflanzen gezogen werden.

Wenn sie ins Freibeet umgezogen sind, ist das Glashaus den für unsere Breitengrade zu empfindlichen Pflanzen vorbehalten. Hierzu gehören unter anderem die Paprika, Chili, Auberginen und Melonen. Die Melonen jedoch werden auch bald ins Freie ziehen müssen, da sie zum Teil sehr viel Platz in Anspruch nehmen können.

Für ein Mini-Gewächshaus stellt dies jedoch ein Problem dar. Dafür eignen sich Tomaten für einen kompletten Verbleib im Tomatengewächshaus.

Hier können sie, egal wie warm es wird, gut verbleiben, solange sie bei zu viel Sonneneinstrahlung gut beschattet werden. Auch sind sie hier nicht dem Wind ausgesetzt, der Tomaten ja bekanntlich gerne knickt.

Das kleine Gewächshaus kann sowohl im Frühjahr, im Herbst als auch in milden Wintern dazu beitragen, dass recht robuste Gemüsesorten, wie Salate oder kälteunempfindliche Radieschensorten, aber auch Rote Beete, Lauch und andere Wintergemüse stetigen Ertrag bringen.

Besonders die letzten Gemüsesorten der Saison sind sehr dankbar für ein frostfreies Beet und die damit verlängerte Möglichkeit, sich zu entwickeln. Es übernimmt sozusagen die Aufgaben eines Frühbeetes.

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Auch für Zierpflanzen und Exoten geeignet: Das Gewächshaus klein

Während die ganze Zeit von der Gemüseanzucht gesprochen wird, wird ganz vergessen, dass natürlich auch Zierpflanzen, Exoten und Kräuter ein Anrecht auf die Anzucht im Glashaus haben.

Gerade Kräuter spielen in der guten Küche eine große Rolle und sollten daher nicht vergessen werden. Ein Muss sind hierbei Majoran, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Schnittlauch.

Neben den bereits genannten Möglichkeiten, ein kleines Gewächshaus zu nutzen, eignet es sich auch wunderbar, um mit Kindern direkt im Frühjahr die ersten Schritte zu gehen, um sie für das Gärtnern zu begeistern.

Natürlich gilt dies auch für Gärtner-Anfänger jeden Alters. Das Kleingewächshaus birgt nämlich einen großen Vorteil gegenüber dem Anbau im Freibeet.

Es ist sehr übersichtlich und man weiß ganz genau, was nun zu tun ist. Denn hierfür kann man sich, wenn man sich noch an das Gärtnern herantasten muss, eine Liste zusammenstellen. Auch alle Utensilien, die man benötigt passen entweder direkt in das Gewächshausbox oder man kann sie in einem kleinen Regal direkt daneben platzieren.

Unterschied zur Faunabox

Auch die Faunabox hat durchaus ihre Berechtigung. Doch sie ist eine Anzuchtmöglichkeit für die Wohnung oder den kleinen Balkon. Wer einen großen Balkon zur Verfügung hat, kann auch das „Tomatengewächshaus“ dort unterbringen.

Doch ohne Balkon ist man auf die Faunabox angewiesen. In dieser können besonders schwierige Anzuchten, aber auch Salat und Kräuter während des ganzen Jahres vorgenommen werden.

Es handelt sich hierbei um eine Anzuchtschale, in die die Erde gefüllt wird, und einen belüftbaren, durchsichtigen Plastik- oder Glasdeckel, je nach Ausführung. In der Faunabox kommt es recht schnell zu einer Keimung.

Daher können auch schwierige Pflanzen oft auf Anhieb hier vorgezogen werden. Jedoch ist es für einen Gärtner mit großem Garten tatsächlich nur ein unterstützendes Element. Für die Stadtwohnung hingegen kann die Faunabox die Selbstversorgung mit frischem Blattgrün und Kräuter während des ganzen Jahres bedeuten.

Gewächshaus klein bauen

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Kleines Foliengewächshaus mit Einlegeböden

Der Heimwerker sucht wie üblich nach etwas, das er selbst bauen kann. Hierzu eignet sich ein kleines Gewächshaus sehr gut. Denn je nach Vorstellung wird nicht viel benötigt.

Wichtig ist ein ebenes Fundament, damit man darin auch bequem gehen kann.

Des Weiteren bedarf das selbst gebaute Gewächshäuschen natürlich einen robusten Holzrahmen, an dem die Folie bzw. die Kunststoffplatten angebracht werden können.

Da Folie schneller kaputt geht als Platten aus Kunststoff, ist es ratsam, die Extrakosten hierfür zu tragen. Dafür hat man länger Spaß an seinem heilen Glashaus.

Es ist durchaus möglich, bereits beim Bau ein kleines Regalsystem für die unterschiedlichen Anzuchtkörbe zu integrieren.

Sie sollten herausnehmbar sein, damit der Platz im Sommer anderweitig genutzt werden kann, etwa für Gewächshaustomaten.

Und die Kosten?

Ein kleines Gewächshaus muss nicht teuer sein. Sicherlich spielen hier einige Kriterien mit hinein. Zum einen betrifft die Kostenfrage das Material des Gerüsts bzw. des Ständerwerkes.

Zum anderen sind natürlich Unterschiede im Abdeckmaterial zu verzeichnen. Folie ist definitiv günstiger als Kunststoffplatten, hält dafür aber auch nicht ganz so lange.

Fazit

Auch auf geringer Fläche kann viel bewirkt werden: Ob freistehend, angelehnt oder im kleinstformat auf der Fensterbank, für jeden Gewächshausprofi gibt es die richtige Größe.

Ein kleines Gewächshaus ist übersichtlich und besonders praktisch um mit dem Gärtnern zu beginnen und auf kleinstem Raum optimal anzupflanzen.

Wer sich für ein fertiges Modell entscheidet, sollte auf jeden Fall eine Internetplattform zum Preisvergleich besuchen. Nur so kann ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gefunden werden. Gute Gewächshäuser findet man aber auf jeden Fall.

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