Gewächshausheizung Gas, Elektro oder Solar – Selber bauen

Ob die Gewächshausheizung mit Gas, Elektro oder Solar betrieben wird, liegt in der Hand des Gewächshausprofis.gewaechshausheizung

Fakt ist, dass eine Gewächshausheizung gerade im Winter sehr wichtig ist, um Pflanzen auch bei kühlen Temperaturen gute Bedingungen zum Wachsen zu geben.

Damit können Pflanzen überwintern oder es kann sogar im Winter geerntet werden. Grundsätzlich unterscheidet man 300 von beheizbaren Gewächshäusern.

Zum einen die temperierten Gewächshäuser und zum anderen die sogenannten Treibhäuser.

Gewächshausheizung  für verschiedene Gewächshaustypen

Die temperierten Gewächshäuser werden aktiv beheizt und sorgen für eine konstante Mindesttemperatur das ganze Jahr über. Die kann beliebig gewählt werden.

Beispielsweise sind konstante Temperaturen im zweistelligen Bereich möglich. Genauso gut können diese Gewächshäuser aber auch nur als Frostschutz dienen und die Temperatur konstant über Null Grad halten.

Diese Art von Gewächshäusern ist dafür gedacht, um kälteempfindlichen Pflanzen das Überwintern zu ermöglichen. Die Treibhäuser sind so ausgelegt, dass in ihnen das gesamte Jahr über eine Temperatur von mehr als 20 Grad Celsius herrscht.

biogreen-gasheizung-und-frostwaechter-minianlage
Die Minianlage von BioGreen vereint die Gasheizung mit den Funktionen eines Frostwächters

Das ist vor allem für das Wachstum bestimmter Pflanzen wichtig, die nur ab einer bestimmten Temperatur wachsen können.

Außerdem ermöglichen es Pflanzenhäuser dass das ganze Jahr über Gemüse oder Obst geerntet werden kann.

Denn die Wärme innerhalb eines Treibhauses sorgt für die optimalen Bedingungen zum Wachsen.

Die Gewächshausbeheizung spielt eine entscheidende Rolle bei beiden Gewächshaustypen, denn sie ist letztlich dafür verantwortlich, dass die gewünschte Temperatur gehalten werden kann.

ProduktbildProduktInfos★★☆
Bio Green Elektrogebläseheizung PalmaBio Green
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4,2
Bio Green Gasheizung FrostwächterBio Green
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Gazcamp GHH 4000 GewächshausheizungGazcamp GHH 4000
Gewächshausheizung
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5,0

Verschiedene Heizungstypen

Beide Arten von Gewächshäusern können mit unterschiedlichen Heizungstypen beheizt werden. Alle davon haben ihre eigenen Vorteile und sind je nach Anwendungsfall am sinnvollsten.

Der individuelle Anwendungsfall spielt eine große Rolle, denn die jeweiligen Umstände in Sachen Energieversorgung führen oft dazu, dass nur wenige Optionen in Frage kommen.

Ein kleiner Überblick der verschiedenen Heizungssysteme schafft hierbei Klarheit.

Warmwasserheizung mit Anschluss an die Hausheizung

Die auf lange Zeit kostengünstigste Form der Gewächshausheizung ist ein Anschluss an das Hausheizungssystem durch eine Rohrleitung.

Durch diese Rohrleitung fließt dann das heiße Wasser aus der Hausheizung, das das Gewächshaus gleich mit aufheizt.

Neben den geringen laufenden Kosten bietet dieses System zusätzlich noch den Vorteil, dass die Wärme sehr gleichmäßig abgestrahlt wird und somit ein angenehmes Klima für die Pflanzen im Gewächshaus erzeugt wird.

Die Erwärmung läuft zudem sehr schonend ab, weil die Rohre nicht solch eine immense Hitze ausstrahlen. Dadurch können auch Pflanzen nah an den Rohren platziert werden, ohne dass sie übermäßiger Hitze ausgesetzt sind.

In der Regel ist diese Form der Gewächshausheizung auch die wartungsärmste. Ist sie einmal installiert, läuft sie ganz ohne Probleme.

Wichtig bei diesem Gewächshausheizungssystem ist eine sorgfältige Planung. Das Rohrsystem zum Anzuchthaus hin sollte für eine gute Effizienz möglichst gut isoliert sein.

Ebenfalls empfiehlt es sich, einen eigenen Kreislauf für die Gewächshausheizung zu nutzen, weil die Gewächshausheizung auch nachts läuft während die im Haus eher tagsüber im Einsatz ist.

Ölheizung

Diese Art der Gewächshausheizung ist vor allem interessant, wenn die Hausheizung mit Öl betrieben wird. Bei der Ölheizung wird in einem Ölofen Öl als Brennstoff verbrannt.

Die dabei entstehende Energie wird dann in Form von Strahlungswärme an die Umwelt abgegeben und wärmt somit das Innere des Gewächshauses auf.

Eine Ölheizung funktioniert zuverlässig und liefert konstante Wärme ab.

Beheizen mit Gas

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BioGreen Gasheizung Modell Frosty mit 2500 Watt

Bei der Gasheizung wird ebenfalls durch Verbrennung Abstrahlungswärme erzeugt. Nur dient hierbei Gas als Brennstoff.

Eine Gasheizung hat einen besonders hohen Wirkungsgrad, es wird also der Großteil der Energie auch wirklich in Wärme umgewandelt. Das senkt auf lange Sicht gesehen die laufenden Kosten.

Das Gas kann entweder in einzelnen Gasflaschen aufbewahrt und eingespeist werden oder es wird in einem Vorratstank außerhalb des Gewächshauses gelagert. Die Lagerung in einem Vorratstank ist aufgrund der größeren Menge meistens günstiger.

Gas hat zudem einen praktischen Nebeneffekt für die Pflanzen im Glashaus. Gas verbrennt nahezu abgasfrei, es entstehen keine giftigen Gase bei der Verbrennung.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Abgase nicht abgeleitet werden müssen, sondern ist auch für die Pflanzen praktisch. Bei der Verbrennung von Gas entsteht überwiegend Kohlenstoffdioxid (CO2).

Und das ist wichtig für die Photosynthese der Pflanzen. Durch die Photosynthese gewinnen Pflanzen ihre Energie zum Leben und zum Wachsen.

Neben Sonnenlicht und Wasser ist CO2 der Treibstoff für diesen Prozess. Da es in Gewächshäusern durch die hohe Pflanzendichte eher wenig davon gibt, spornt eine Gasheizung zusätzlich das Pflanzenwachstum an.

Stromheizung

Eine Stromheizung findet im Pflanzenhaus entweder als Wärmegebläse- oder als Gebläseumluftheizung Anwendung.

Die Beheizung mit einer Stromheizung ist die einfachste Form für eine Gewächshausheizung und bietet viele Vorteile.

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Mit der Elektrogebläseheizung Phonix von BioGreen bleiben keine Wünsche offen

Zum einen wäre da der sehr geringe Aufwand, was die Installation betrifft. Elektrische Heizungen sind mobil und können einfach an das Stromnetz angeschlossen werden.

Danach funktionieren sie auf Knopfdruck. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Anschaffungskosten und die niedrigen Wartungskosten.

Eine Stromheizung arbeitet in der Regel sehr zuverlässig und benötigt kaum Wartung. Außerdem arbeiten die Elektroheizungen selbstständig.

Dadurch können sie auch längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben, denn falls einmal erhöhter Heizbedarf besteht, ist immer genügend Strom zum Heizen da.

Das Auffüllen von Brennstoff ist nicht notwendig. Außerdem sind Stromheizungen in der Regel sehr klein und praktisch. Sie nehmen also auch kaum Platz weg.

Stromheizungen werden in der Regel nur für die kurzfristige Beheizung von Gewächshäusern eingesetzt. Beispielsweise um das Treibhaus vor Frost zu schützen oder um bei einem besonders kalten Frühling das Pflanzenwachstum anzukurbeln.

Solarheizung

Um eine Stromheizung das gesamte Jahr über wirtschaftlich nutzen zu können empfiehlt sich eine Solarheizung. Die beheizt das Gewächshaus im Grunde genauso wie die herkömmliche Stromheizung auch.

Allerdings produziert sie ihren Strom durch die Solarzellen selbst. Dadurch kann der Stromverbrauch der Gewächshausheizung weitgehend gesenkt oder sogar egalisiert werden.

Die meisten Solarheizungen speichern überschüssige Energie ab, sodass sie an kälteren oder sonnenarmen Tagen zur Verfügung steht. Auch eine direkte Einspeisung in das Stromnetz des Hauses ist möglich.

Für eine Solarheizung ist anfangs eine Investition in die Solarzellen nötig. Die rechnet sich aber schnell wieder, weil durch die Solarzellen enorme Energieeinsparungen möglich sind.

Dadurch ist der Betrieb einer Solarheizung auf längere Sicht gesehen günstig.

Petroleumheizung

Eine Petroleumheizung eignet sich vor allem für das kurzfristige Beheizen des Gewächshauses. Wenn beispielsweise Frost für die Nacht angesagt ist, kann eine Petroleumheizung angeworfen werden und das Pflanzenhaus in dieser Zeit wärmen.

Eine Petroleumheizung hat den Vorteil, dass sie sehr einfach aufgestellt ist und sofort betriebsbereit ist. Die Heizung erzeugt direkt Wärme.

Wenn die Pflanzen nur vor Frost geschützt werden soll, ist die Lösung mit Petroleum kostengünstig und praktisch.

Gewächshausheizung im Glashaus

Alle vorgestellten Heizungsarten eignen sich grundsätzlich für ein gläsernes Haus. Eine Möglichkeit um die Gewächshausheizung besonders unauffällig und nicht störend zu integrieren, sind Bodenheizungen. Oft werden diese auch Vegetationsheizungen genannt.

Dabei werden die Heizelemente im Boden entweder direkt unterhalb oder in der Nähe der Pflanzen integriert. Das geht entweder in Form von Rohren, die dann mit warmen Wasser durchlaufen werden oder in Form von Heizstäben.

Die werden durch Strom aufgewärmt und strahlen dadurch Wärme ab. Bei den Rohren ist vor allem auf eine gute Isolierung zu achten. Dadurch wird möglichst wenig Wärme verschenkt.

Die Heizstäbe funktionieren am Besten in Kombination mit Solarzellen, um möglichst energiesparend laufen zu können.

Eine Bodenheizung hat den Vorteil, dass die Glasflächen im Gewächshaus komplett frei bleiben. Dadurch bekommen alle Pflanzen genügend Sonnenlicht ab und es entstehen keinerlei Schattenflächen.

Außerdem erwärmt sich die Erde rund um die Pflanzen. Das sorgt für eine höhere Aktivität und mehr Stoffwechsel, was letztlich zu einem besseren Wachstum in der kalten Jahreszeit führt.

Die Vegetationsheizungen sorgen letztlich für das selbe Ergebnis wie normale Heizungssysteme für die Gewächshausheizung, aber sie erreichen es auf eine andere Art und Weise.

Die Beheizung vom Boden aus ist für die Pflanzen und deren Wachstum generell besser.

Wärmebedarf ermitteln

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Eine Umluftgewächsheizung von Elektrotherm erwärmt die Luft gleichmäßig

Wichtig für das Auswählen einer geeigneten Gewächshausheizung ist der Wärmebedarf des Gewächshauses. Der Wärmebedarf gibt die Menge an Energie an, die nötig ist um die Temperatur auf dem gewünschten Niveau zu halten.

Der Wärmebedarf unterscheidet sich je Pflanzenhaus. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Der wichtigste Faktor ist dabei natürlich die Temperatur, die erreicht werden soll.

Außerdem hat der Isolierwert der Eindeckung einen großen Einfluss auf dem Wärmebedarf. Denn durch eine gute Isolierung geht natürlich weniger Wärme verloren und damit wird auch weniger Energie benötigt.

Ein weiterer Faktor ist die Größe der Glasflächen. Der Wärmeunterschied zwischen Außen- und Innentemperatur ist ebenfalls ausschlaggebend. Dieser Faktor lässt sich allerdings nicht beeinflussen.

Um den Wärmebedarf und damit auch den Energiebedarf und die Kosten zu senken, lohnt es sich also in Verbesserungen dieser Faktoren zu investieren.

Das lohnt sich vor allem wenn das Pflanzenhaus noch aufgebaut werden soll und sich noch in der Planungsphase befindet.

Aber auch bei einem bestehenden Treibhaus können sich Investitionen lohnen. Durch eine Verbesserung der Isolierung können somit viele Heizkosten eingespart werden, dass sich die Investition schnell wieder rentiert.

Der genaue Wärmebedarf ist wichtig um die richtige Gewächshausheizung zu finden. Denn die verschiedenen Gewächshausheizungen bringen alle unterschiedliche Leistungen.

Damit die richtige Gewächshausheizung gefunden werden kann und nicht versehentlich eine zu große oder zu kleine Heizung angeschafft wird, kann der Energiebedarf mit Hilfe einer Formel in Watt ausgerechnet werden.

Diese Formel lautet k-Wert der Eindeckung mal Glasfläche in Quadratmeter mal Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur in Grad Celsius.

Das Ergebnis dieser Rechnung liefert den Energiebedarf in Watt. Nach dem kann dann die passende Heizung ausgesucht werden.

Um die einzelnen Parameter herauszufinden ist eventuell etwas Recherche nötig, aber das lohnt sich. Die Fläche der Glasplatten lässt sich durch Abmessen noch sehr einfach herausfinden.

Für den Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur muss mit dem größten zu erwartenden Unterschied gerechnet werden.

Es muss also die Differenz zwischen der gewünschten Innentemperatur und der kältesten Außentemperatur, die während des Winters zu erwarten ist, betrachtet werden.

Der k-Wert, auch Wärmekoeffizient genannt, kann am besten beim Hersteller direkt ermittelt werden, falls er nirgendwo vermerkt sein sollte.

Fazit

Es gibt verschiedene Systeme einer Gewächshausheizung. Entweder können Brennstoffe wie Öl oder Gas verbrannt werden oder die Wärme wird durch Strom erzeugt.

Je nach Anwendungsfall eignen sich die verschiedenen Systeme zur Beheizung unterschiedlich gut. Besonders geeignet für das Pflanzenwachstum im Winter ist aber eine Bodenheizung.

Um den genauen Heizbedarf eines Gewächshauses zu ermitteln und damit auch die richtige Heizung zu finden, kann die Formel k-Wert*Glasfläche*Temperaturunterschied verwendet werden.

Um den Heizbedarf zu verringern lohnt sich die Investition in eine gute Isolierung.

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