Frühbeet kaufen und selber bauen für Schildkröten – Beckmann oder Juwel

Wer ein Frühbeet für Schildkröten oder Pflanzen selber bauen oder kaufen möchte kann sich nicht nur bei den Herstellen Beckmann oder Juwel erkundigen.

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Der Frühbeetkasten BFB101 von Berlan

Ein Frühbeet ist in etwa mit einem Gewächshaus zu vergleichen. Nur viel kleiner. Es besteht beispielsweise aus einem Metall- oder Holzrahmen, welcher mit einer robusten Folie oder auch Platten aus Glas bzw. Kunststoff verkleidet wird.

Das darauf liegende Dach wird ebenfalls aus Folie oder Platten gefertigt. Der Vorteil hierbei ist, dass das Frühbeet weniger Platz benötigt als ein Gewächshaus und somit auch für kleinere Gärten oder sogar Balkone geeignet ist.

Frühbeet aus Holz anlegen

Die Abdeckung von einem Frühbeet schützt die Saat vor eisigen Temperaturen. Damit das Tageslicht voll und ganz ausgenutzt werden kann, sollte sich das Beet an einem möglichst sonnigen aber auch windgeschützten Platz befinden.

Unterschiedliche Formen und Materialien sind in jedem Baumarkt erhältlich. Am besten eignen sich immer Bausätze, die nicht so breit, sondern eher länglicher sind. Somit ist die Mitte des Frühbeetes optimal für den Nutzer zu erreichen.

Natürlich kann ein Beet auch selbst gebaut werden. Für Hobbygärtner meist die beliebtere und günstigere Lösung. Wer nicht mit Holz oder Metall bauen möchte, kann auch auf Steine ausweichen. Für die meisten Hobbygärtner ist dies kein Problem.

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Frühbeetaufsatz aus Holz

Wird die ganze Konstruktion leicht schräg gebaut, so hat dies noch den Vorteil, dass das Wasser optimal ablaufen kann.

Je nach Dämmung eines Frühbeetes kann mit der Pflanzung eigentlich jederzeit begonnen werden. Natürlich hängt dies auch immer ein wenig von der Region, dem Klima und der Saat ab.

Salat und einige Gemüsearten wie Kohlrabi werden nach der Saat und des ersten Wachstums ungefähr Ende März ins Freie gesetzt. Ist dann wieder genug Platz im Frühbeet, eignen sich zum Beispiel als nächste Saat sehr gut Tomaten und Gurken. Auch diese können dann später ins Freie gesetzt werden.

Ein wichtiger Aspekt eines Frühbeetkasten ist die Luftzufuhr. Da sich das Frühbeet schnell aufheizen kann, besteht die Gefahr, dass die kleinen Pflänzchen auch schnell verbrennen.

Daher sollte die Abdeckung regelmäßig angehoben werden. Bei einigen Bausätzen gibt es auch schon eine elektrisch verstellbare Abdeckung. Dies funktioniert dann voll automatisch und spart Zeit. Ist aber natürlich nicht unbedingt notwendig.

Auch im Herbst und im Winter eignet sich so ein Frühbeet zur Aufzucht von Feld- oder Kopfsalat bzw. Möhren, Kohl usw. Um das Beet allerdings vor Mäusen zu schützen, sollte hier ein enger Maschendraht auf dem Boden ausgelegt werden.

ProduktbildProduktInfos★★☆
Berlan Frühbeet 109 x 56 x 41 cmBerlan
Frühbeet
BFB101
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3,4
Beckmann FS1 Frühbeet Typ Allgäu Modell 1Beckmann
Frühbeet Allgäu
Modell 1
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4,5
Berlan Frühbeet 109 x 109 x 41 cm (2 Fenster) - BFB202Berlan
Frühbeet
BFB202
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2,9
Habau Hochbeet mit AblageHabau
Hochbeet
mit Ablage
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3,5
 Vitavia Pergart Frühbeet GaiaVitavia
Pergart Frühbeet
Gaia
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3,0

Frühbeete für Schildkröten und Pflanzen

Wer also ein Frühbeet in seinem Garten hat, kann bereits Anfang des Jahres die ersten Samen säen. Wer sehr früh mit dem Säen anfangen möchte, kann eine natürliche Heizung im Frühbeet anlegen.

Dazu werden ungefähr 40 cm vom Boden abgehoben, um dann eine ca. 20 cm Schicht Pferdemist einzufüllen. Dieser wird im besten Fall mit Laub oder Stroh gemischt.

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Doppelte Öffnung für viel Platz für freistehende Schildkröten

Darauf wird ebenfalls nochmal eine 20 cm Schicht Gartenerde gelegt. Auch diese kann nochmal mit Kompost vermischt werden. Nun beginnt sich die Wärme durch die Zersetzung des Pferdemists zu entwickeln.

Selbst bei eisigen Temperaturen haben so junge Pflanzen nun eine gute Chance zu keimen. Allerdings sollte mit der Saat ungefähr erst eine Woche nach anlegen der Erde begonnen werden. Denn dann ist der Boden gut durch gewärmt.

Diese Schichteinfüllung muss aber jedes Jahr erneuert werden. Der alte Pferdemist aus dem Vorjahr kann einfach in normalen Beeten verteilt werden und dient da als Dünger.

Das angelegte Frühbeet kann also optimal das ganze Jahr genutzt werden. Im Oktober und November lässt es sich beispielsweise gut zur Einlagerung von verschiedenem Gemüse nutzen. Dieses wird so frisch gehalten und kann später super verarbeitet werden.

Um bestimmte Gemüsesorten wie zum Beispiel Kohl oder Wurzelgemüse optimal zu lagern, wird einfach eine kleine Vertiefung in der Erde mit Stroh ausgelegt, das Gemüse hineingelegt und anschließend mit etwas Erde bedeckt.

Ist das Frühbeet beheizt, so können bereits im Januar die ersten Kopfsalate, Radieschen und Stielmus angelegt werden.

Im Februar geht es dann weiter mit Schnittsalat, Möhren, Kohlrabi und Kresse. Ab März kommen nun auch die Sommerblumen und weitere Gemüsesorten zum Einsatz. Der erste Kopfsalat kann bereits ca. Ende April geerntet werden.

Ebenso die Radieschen und der Pflücksalat. Nach der Ernte ist neuer Platz für beispielsweise Gurken, Tomaten und Melonen vorhanden. Diese bleiben ungefähr von Mai bis August im Beet.

Um den wenigen Platz optimal zu nutzen, werden Gemüse, die hoch wachsen mit Stöcken oder Stäben nach oben gerichtet. Dies sind zum Beispiel Stabtomaten oder Strauchtomaten.

Auch Gurken oder Auberginen können hochgerichtet werden, um mehr Platz zu sparen. In die Zwischenräume können kleine Gemüse, Kräuter oder Blumen gepflanzt werden.

Insektenschutz und Pflanzenpflege

fruehbeete-brauchen-insektenschutznetz
Schutz vor unerwünschten Insekten

Alle Pflanzen und Gemüsesorten benötigen natürlich auch eine gute und regelmäßige Pflege. Dazu gehört auch, dass welke Blätter regelmäßig entfernt, die Pflanzen gedüngt und feucht gehalten werden.

Beim gießen ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht direkt über die Pflänzchen läuft, sondern immer unten an die Wurzeln gegeben wird. Dies hat auch etwas mit der Luftfeuchtigkeit zu tun. Ebenso ist die Belüftung der Saat sehr wichtig.

Es sollte sich nie Tauwasser auf Blättern befinden. Dies kann Krankheiten und ungewollte Fäule hervorrufen. Die Pflanzen sind daher immer gut zu kontrollieren und zu beobachten.

Auch die Blattunterseiten sind hierbei nicht zu vergessen. Helle Blätter und langsam wachsende Pflanzen weisen meist auf einen Nähstoffmangel hin.

Dunkle und eingerollte Blätter hingegen sind Anzeichen für zu viele Nährstoffe. Je nach Über- oder Unterernährung müssen die Pflanzen dann gedüngt oder auf eine sogenannte Diät gesetzt werden. Sollten die Pflanzen bereits von Schädlingen befallen sein (z. B. Blattläuse, Milben, Fliegen), muss schnell etwas dagegen unternommen werden, damit sich die Schädlinge nicht ausbreiten.

Der Juli ist ein guter Monat, um biologisch dagegen vorzugehen. Es werden natürliche Nützlinge wie Marienkäfer eingesetzt. Sollten sich die Schädlinge allerdings schon zu weit ausgebreitet haben, helfen wirklich nur noch umweltverträgliche Pflanzenschutzmittel.

Insekten können riesen Schäden anrichten und trotzdem sind sie wichtig für unsere Natur. Allerdings haben sie nichts in Frühbeeten zu suchen. Insektenschutz und speziell Netze sind da eine gute Wahl und halten die kleinen Zerstörer von der Saat ab.

Am besten eignen sich Schutznetze aus festen und engmaschigen Kunststoffgewebe. Dadurch haben die Pflanzen noch genug Luft und das Sonnenlicht scheint hindurch. Insekten, Vögel und andere Nager aber haben keine Chance mehr. Auch starker Regen wird von einem Schutznetz gut abgehalten.

Die meisten Schutznetze sind an den Seiten mit einem Gummizug ausgestattet und können so schnell angebracht und wieder entfernt werden.

Warmbeet und Kaltbeet

Wer sich im Garten auskennt, kann auch zwischen einem Warmbeet und einem Kaltbeet unterscheiden. Im Warmbeet wird wie schon beschrieben mit künstlicher Wärme gearbeitet.

Das gibt eben die Möglichkeit, bereits bei kälteren Temperaturen mit der Saat zu beginnen. Das Kaltbeet kommt erst zum Einsatz, wenn der Frost vorbei ist.

Aber auch ein ungeheiztes Beet kann etwas vor Frost geschützt werden. Dazu wird die Konstruktion einfach mit Vlies oder Zeitungspapier abgedeckt. Des Weiteren halten Strohmatten ebenfalls die Kälte von außen ab.

Anzuchterde

Anzuchterde muss das Wasser gut speichern und einen bestimmten Sauerstoffgehalt haben. Ebenso sollte sie keimfrei sein, damit die Samen nicht von Krankheiten befallen werden.

Die Anzuchterde ist meist eine Mischung aus Kompost, Gartenerde und Sand.

anzuchterde-im fruehbeetkasten
Für eine erfolgreiche Ernte ist die richtige Anzuchterde entscheidend

Ebenfalls kann eine Mischung aus Pferdemist und Schafsmist (Mistbeet bzw. Warmbeet) verwendet werden. Diese Mischung eignet sich besonders gut für sämtliche Kohlarten, Sellerie oder Ähnliches.

Ende Februar können Blumenkohl, Rotkohl und Wirsing ins Warmbeet gesetzt werden. Der März ist optimal für Kohlrabi, Tomaten, Möhren und Sommerblumen.

Wird das angelegte Frühbeet erstmals genutzt, sollte die Erde vorab so fest getreten werden, dass zwischen Anzuchterde und Fenster oder Platte noch ungefähr 15 cm Platz bleibt. Nachdem die Erde gut verteilt wurde, sollte mit der Saat noch zwei Tage gewartet werden. Somit ist gewährleistet, dass die Erde schon gut und gleichmäßig gewärmt ist.

Verschiedene Erden

Kompost muss gut und lange gelegen haben, bevor die Erde genutzt wird. Alles muss komplett verrottet und zersetzt sein. Aus der Komposterde kann zusammen mit der Misterde die Mistbeeterde erstellt werden.

Misterde besteht aus Stallmist. Dieser wird für die Wärme der Frühbeete verwendet. Der Mist wird erst mal gelagert und mit Erde abgedeckt, damit er nicht austrocknet.

Im Sommer muss er auch mal gut gegossen werden. Nach ca. einem Jahr wird der Mist umgelagert. Dann muss er noch zwei weitere Jahre liegen, bis aus dem Mist ein guter Humus geworden ist. Mit dem Kompost vermischt, erhalten wir wieder die Mistbeeterde.

Lauberde besteht aus Laub, welches kompostiert wurde. Dies kann allerdings einige Zeit dauern und braucht Geduld.

Das gesammelte Laub wird auf einen Haufen geschichtet und bleibt ca. drei Jahre lang liegen. Nach der Hälfte der Zeit kann das Laub einmal umgeschichtet werden. Ist die Zeit vorbei, wird die fertige Lauberde im Frühbeet verwendet.

Zimmergewächshaus

Um junge Pflanzen in einem Zimmergewächshaus oder Pflanzgefäßen vorzuziehen werden folgende Dinge benötigt

  • Samen,
  • Anzuchterde,
  • kleine Pflanzengefäße,
  • Folie zum Abdecken oder eben ein Zimmergewächshaus,
  • viel Licht,
  • Wärme und Feuchtigkeit.

Die Samen werden in kleine Töpfe oder in das Zimmergewächshaus gesät. Das Gewächshaus hat den Vorteil, dass es die Feuchtigkeit besser regulieren kann. Die Pflanzengefäße können mit einer Folie abgedeckt werden, in die kleine Öffnungen geschnitten werden, um hier ebenfalls eine gute Feuchtigkeitsregulierung zu erhalten.

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Auch für wenig Platz: Frühbettbox aus Holz

Die Samen werden leicht auf der Erde angedrückt und mit einer weiteren dünnen Schicht Erde abgedeckt. Einige Arten wie Thymian oder Basilikum dürfen allerdings nicht mit einer Schicht Erde abgedeckt werden, da sie Lichtkeimer sind. Die Erde muss nun gleichmäßig befeuchtet werden. Die Fensterbank ist meist ein geeigneter Platz für die Vorzucht.

Sind die Samen nach einiger Zeit hoch genug, müssen sie in ein größeres Gefäß umgesetzt werden. Sobald es warm genug ist, werden die Pflänzchen ins angelegte Frühbeet nach draußen umgesiedelt.

Bei Verwendung ökologischer Gefäße, können diese komplett ins Frühbeet gesetzt werden. Für folgende Gemüsesorten ist die Anzucht im Zimmergewächshaus empfehlenswert:

Peperoni, Paprika, Gurken, Tomaten, Melone, Kopfsalat, Blumenkohl, Petersilie und weiteren Kräutern.

Tomatengewächshaus

Für die Tomatenkultur wird ein heller und warmer sowie frostfreier Ort empfohlen. Die Vorzucht ist für Tomaten gut geeignet. Dies kann bis die Pflanzen einige Zentimeter hoch sind in einem Tomatengewächshaus geschehen.

Erst wenn kein Frost mehr besteht, werden die Tomatenpflanzen ins geschützte Beet versetzt. Die beste Aufzucht von Tomaten gelingt auf sandigen Böden mit einer guten Düngung.

Der Boden darf nicht zu feucht gehalten werden. Zu große Sonneneinstrahlung ist ebenfalls zu vermeiden. Damit der Stamm der Pflanze nicht bricht, wird sie ab einer bestimmten Höhe mit einem Stock gehalten.

Auch Gurken und Paprika können in einem Tomatengewächshaus vorgezogen werden.

Heizmatte

heizmatte-im-fruehbeet
Sorgt für das richtige Klima: Die Heizmatte

Eine Heizmatte ist sehr praktisch, da sie größere Flächen gleichmäßig beheizt. Sie ist also optimal für kleine Gewächshäuser und Frühbeete geeignet.

Das Wachstum der Pflanzen wird durch die Heizmatte beschleunigt. In einem beheizten Frühbeet kann bereits ab Januar mit der Aussaat bestimmter Pflanzen begonnen werden.

Pflanzen und Gemüsesorten

Einige Pflanzen die sich ganz besonders für Frühbeete eignen sind: Kopfsalat, Radieschen, Spinat, Feldsalat, Schnittsalat, Rettich, Möhren, Kresse, Gurken, Melonen, Tomaten, Kohlrabi, Zucchini, Sellerie, Lauch, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Schnittlauch, Kerbel, Dill, Paprika, Aubergine, Begonien, Geranien, Bohnen, Chili und Erbsen.

Auch Kübelpflanzen, die nicht so kälteempfindlich sind, können im Frühbeet bis April aufbewahrt werden.

Bei tropischen Pflanzen wird lieber solange gewartet, bis der Frost komplett vorbei ist und auch die nächtlichen Temperaturen über 12 Grad liegen. Nach den Eisheiligen werden dann auch die frostempfindlichen Pflanzen nach draußen gesetzt.

Fazit

Das kompakte Frühbeet überzeugt nicht nur Profis, sondern auch Anfänger: Auf geringem Platz kann man Pflanzen unter optimalen Bedingungen heranziehen. Und das schon deutlich früher als in einem Freibeet.

Dies kommt durch die optimalen klimatischen Bedingungen in dem abgeschlossenen Raum zustande. Dieser bietet auch zuverlässigen Schutz vor Schädlingen und ungebetenen Gästen.

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