Tomatenhaus günstig kaufen oder selber bauen

Wer ein Tomatenhaus günstig kaufen oder als Eigenbau selber bauen möchte, sollte darauf achten, dass es stabil ist und eine geeignete Folie besitzt.

tomatenhaus
Ein Tomatenhaus kann auch mit grüner Folie geliefert werden

Um eine gute Tomatenernte erzielen zu können, brauchen die Pflanzen die nötigen Rahmenbedingungen zum Wachsen. Am besten sollte bereits vor dem Anbau dafür gesorgt werden, dass diese Umstände erfüllt werden können. Diese Umstände betreffen sowohl die Temperatur als auch die Feuchtigkeit.

Tomaten brauchen generell viel Wärme und Sonneneinstrahlung, um gut gedeihen zu können. Außerdem sollten sie möglichst wenig Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Denn die Feuchtigkeit kann unter Umständen zu Pilzbefall führen, der die Ernte ziemlich schmälert.

Um die Feuchtigkeit zu minimieren ist es daher wichtig, Tomatenpflanzen nicht zu nah beieinander anzupflanzen. Nur wenn genügend Platz zwischen den einzelnen Pflanzen ist, kann es eine gute Luftzirkulation geben. Und die sorgt für ein rasches Abtrocknen, was wiederum übermäßiger Feuchtigkeit vorbeugt.

Ein Tomatenhaus sorgt dafür, dass die Tomaten genau diese Bedingungen zum Wachsen vorfinden können. Wenn Tomaten angebaut werden, sind Tomatenhäuser aus diesem Grund für eine erfolgreiche Ernte unerlässlich.

Tomatenhaus günstig und stabil

Prinzipiell ist ein Tomatenhaus ein Folienhaus, in dem die Tomaten wachsen können. Die Folie ist dabei durchlässig für die Strahlen der Sonne, denn die sind wichtig für das Wachstum der Tomaten.

Besonders gute Folien sind zudem wasserabweisend. Dadurch perlen Regentropfen und anderes Wasser von der Folie ab. So bleibt die Folie sauber und verschmutzt nicht.

Gehalten wird die Folie von einem Gestänge aus Holz, Alu, oder einem anderen Metall. Wichtig ist nur, dass das Material wetterfest und beständig ist.

Das sorgt für die nötige Stabilität und für eine gewisse Wind-Aussteifung. Damit hält das Haus auch Stürmen und anderen äußeren Einflüssen problemlos stand.

ProduktbildProduktInfos★★☆
Beckmann PLH PflanzenhausBeckmann
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3,9
Gärtner Pötschke TomatenhausGärtner Pötschke
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Berlan Gewächshaus FolieBerlan
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4,3

Was ist der Unterschied zum normalen Gewächshaus?

Der Hauptunterschied zu einem herkömmlichen Gewächshaus besteht darin, dass Gewächshäuser in der Regel Glas- oder Kunststofffenster besitzen. Ein Tomatenhaus ist dagegen mit Folie verkleidet.

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Ein schräges Dach ist weniger anfällig für Wind- und Sturmschäden

Ein weiterer Unterschied ist die Anwendungszeit. Gewächshäuser können mit einer Heizung das ganze Jahr über zum Anbauen von Obst und Gemüse verwendet werden.

In einem Tomatenhaus wird in der Regel nur zur Anbausaison von Tomaten auch wirklich angebaut. Die läuft von Frühling bis Herbst. Im Winter können zwar auch Pflanzen zum Schutz im Tomatenhaus eingelagert werden, jedoch eignen sich die Tomatenhäuser nur bedingt zum wirklichen Anbauen im Winter.

Auch die Art und Weise, wie das Haus mit Pflanzen gefüllt werden kann, unterscheidet sich. Während bei einem Gewächshaus zum Anlehnen nicht viel Platz zwischen den Pflanzen gelassen werden muss, benötigen Tomatenpflanzen zur Vermeidung von Feuchtigkeit viel Platz.

In einem Tomatenhaus lassen sich zwar auch andere Pflanzen einbauen, aber nur, wenn genügend Freiraum für die Tomaten bleibt.

Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, Gewürze und Kräuter innerhalb des Tomatenhauses anzubauen. Die Würze und das Aroma dieser Gewächse überträgt sich mit der Zeit auch auf die Tomaten, was je nach Zusammenstellung für einen ganz besonderen Geschmack sorgt.

Was sind die Vorteile?

Die Unterbringung in Tomatenhäusern bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Während mit Tomaten-Vlies jede Pflanze einzeln umhüllt werden kann, bieten die Häuser Schutz und Wärme für mehrere Pflanzen auf einmal. Das spart viel Mühe und Arbeit, gerade wenn viele Pflanzen auf einmal angebaut werden sollen.

Auch die Konstruktion ist in der Anwendung sehr praktisch. Die einfache Bauweise mit den tragenden Gestängen sorgt dafür, dass sich das Haus nach Belieben auf- und wieder abbauen lässt.

Damit sind Ortswechsel kein Problem und bei Bedarf kann das Haus auch sehr einfach aufgestockt und vergrößert werden.

Tipps für den praktischen Einsatz

Beim Einsatz eines Tomatenhauses gibt es einige Dinge zu beachten, damit das Potenzial dieser Häuser auch voll und ganz genutzt werden kann. Der wichtigste Faktor ist dabei der Standort.

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Tomatenreifehaube schützt vor Schädlingen

Wichtig beim Standort ist in erster Linie die Sonneneinstrahlung. Die sollte täglich so lange wie möglich gewährleistet sein, damit die Tomaten richtig reifen können. Deswegen sollte das Haus an einem möglichst hellen und sonnigen Platz aufgestellt werden.

Am besten sollten sich in der direkten Nähe nur wenige Objektive befinden, die einen Schatten werfen können. Nur dadurch kann eine Bestrahlung mit Sonne über den ganzen Tag gewährleistet werden.

Generell sollte der Standort des Gartentreibhauses nicht allzu windig sein. Zwar ist das Grundgerüst eines Tomatenhaus verwindungssteif, allerdings hat es auch Grenzen.

Damit die Konstruktion das ganze Jahr über sicher steht, sollte ein möglichst windgeschützter Platz ausgewählt werden. Damit möglichst wenig Feuchtigkeit in das Haus gelangt, sollte die offene Seite des Tomatenhauses entgegen der Wetterseite platziert werden. Dadurch gelangt keine unnötige Feuchtigkeit in das Haus hinein.

Der Boden sollte auf jeden Fall locker sein, denn so fühlen sich Tomaten generell am wohlsten. Dabei sind sowohl Erd- als auch Lehmböden möglich. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Boden keine Staunässe besitzt. Denn die kann letztendlich Pilzbefall durch eine erhöhte Feuchtigkeit verursachen.

Um es Bodenschädlingen und Krankheiten so schwer wie möglich zu machen, sollte der Standort des Hauses in jedem Jahr gewechselt werden. Damit wird dem Ansiedeln solcher Probleme effektiv vorgebeugt. Durch die einfache Konstruktion der Häuser ist das Auf- und Abbauen beim Standortwechsel keine große Sache.

Tomatenhaus selber bauen – Materialien kaufen

Die Auswahl an Tomatenhäusern ist generell sehr groß. Die Preisunterschiede können dabei sehr groß ausfallen. Um genau das richtige Haus für den eigenen Bedarf zu bekommen, lohnt es sich daher, das Haus selbst zu bauen. Generell werden dafür folgende Dinge benötigt

  • UV-Folie
  • Gestänge
  • Heringe
  • Schnüre

Bei diesen Bauelementen gibt es auch oft eine große Auswahl mit unterschiedlichen Ausführungen. Bei einigen Elementen sollte in jedem Fall auf Qualität gesetzt werden, damit sich die Tomatenpflanzen im Haus auch richtig wohlfühlen. Auf andere Dinge kann auch verzichtet werden.

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Auf verschiedenen Etagen können auch Setzlinge gezogen werden

Die Folie ist generell das wichtigste Element in Tomatenhäusern. Sie bestimmt letztlich, wie viel Sonnenlicht auf die Tomatenpflanzen trifft. Deswegen ist eine gute Folie besonders wichtig.

Die UV-Folie sollte möglichst viele UV-Strahlen durchlassen und die nötige Stabilität aufweisen. Reißfeste Folien mögen auf den ersten Blick zwar unnötig erscheinen, im Falle eines Sturms mit herumfliegenden Objekten machen sie sich aber bezahlt.

Sie schützen dann nicht nur die Tomatenpflanzen, sondern auch sich selbst. Dadurch kann der erneute Kauf einer Folie wegen Beschädigung gespart werden.

Einige Folien sind zudem mit einer wasserabweisenden Schicht versehen. Das sorgt dafür, dass das Sonnenlicht besser durch die Folie strahlen kann und beugt zudem Verschmutzungen vor.

Das ist ebenfalls ein nützliches Feature, muss aber nicht unbedingt sein. Anstelle der wasserabweisenden Folie kann die Folie auch einfach von Wasser befreit und im Falle einer Verschmutzung gereinigt werden. Wer sich diesen Aufwand sparen will, findet mit einer wasserabweisenden Folie aber genau das Richtige.

Beim Gestänge sollte ebenfalls auf eine gute Qualität geachtet werden. Denn das Gestänge trägt letztlich das Gewächshaus. Deswegen sollte das Gestänge möglichst stabil sein, um im Falle eines Sturms die nötige Standhaftigkeit des Tomatenhauses gewährleisten zu können.

Das Gestänge ist aber auch in alltäglichen Situationen wichtig. Wenn beispielsweise ein Hund mit im Haushalt lebt, kann der beim Spielen auch schon mal an das Haus anecken. Auch beim Fußballspielen kann der Ball mal in Richtung Gewächshaus fliegen. Dabei ist es dann wichtig, ein stabiles Gerüst zu haben.

Auch auf die Wetterfestigkeit des Gestänges sollte geachtet werden. Das Gestänge sollte deswegen aus rostfreiem Metall bestehen oder aus beschichtetem Holz. Dadurch bleibt das Gerüst auch über die Jahre hinweg standhaft.

Die Schnüre und Heringe zur Befestigung des Tomatenhauses sollten ebenfalls stabil sein, müssen sonst aber keine weiteren Eigenschaften vorweisen. Lediglich die Heringe sollten aus einem rostfreien Metall bestehen.

Juwel Tomatenhaus Bausatz zusammen bauen

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Ein Tomatendach mit Rankhilfe: Von Juwel

Der nächste Schritt beim eigenen Anfertigen eines Tomatenhauses ist die Planung was die Größe angeht. Je nach Tomatensorte ist die maximale Höhe der Pflanzen unterschiedlich.

Während Balkontomaten maximal 30 Zentimeter hoch werden, können Cocktailtomaten bis in 1,50 Meter Höhe wachsen. Die Höhe muss also nach der gewünschten Sorte bestimmt werden und es sollte dabei natürlich auch noch Luft nach oben sein.

Die optimale Bepflanzung für Tomaten beträgt 2,5 Pflanzen pro Quadratmeter. Wenn also 10 Tomatenpflanzen angebaut werden sollen, muss innerhalb des Tomatenhauses eine Bepflanzungsfläche von 4 Quadratmetern verfügbar sein. Enger sollten die Tomaten nicht angebaut werden, weil es sonst durch eine schlechte Luftzirkulation zu Pilzbefall kommen kann.

Der Aufbau

Der Aufbau selbst geht mit ein wenig handwerklichem Geschick relativ einfach. Wenn die Maße klar sind, muss das Gestänge zu einem Haus aufgebaut werden. Hierbei ist ein schräges Dach wichtig, auf dem das Wasser nach unten fließen kann.

Sobald das Grundgerüst steht, muss das Gestänge mit der Folie verkleidet werden. Die Seile und die Heringe helfen dabei, die Folie richtig aufzuspannen und im Boden zu befestigen.

Fazit

Ein geeignetes Tomatenhaus ist beim Anbau von Tomaten sehr wichtig. Sie sorgen dafür, dass die Tomaten bei den richtigen Bedingungen reifen können und somit gute Ernteergebnisse erzielt werden. Die Häuser schützen die Tomaten vor Wind und Wetter und beugen zudem Pilzbefall vor.

Der Standort der Häuser sollte möglichst sonnig sein und die Öffnung der Häuser sollte der Wetterseite abgeneigt werden. Zum Vorbeugen von Schädlingen empfiehlt es sich, den Standort jedes Jahr zu wechseln.

Beim Eigenbau eines Tomatenhauses muss vor allem auch qualitative Materialien geachtet werden. Eine gut verarbeitete Folie ist ebenso wichtig wie ein hochwertiges Gerüst. Der Aufbau selbst läuft relativ simpel ab und kann mit ein wenig handwerklichem Geschick von jedem durchgeführt werden.

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