Heizkabel als Frostschutz für Pflanzen| Thermostat oder selbstregulierend?

Ein Heizkabel, welches selbstregulierend ist und ein Thermostat besitzt ist ein wichtiger Helfer in Sachen Frostschutz für Pflanzen.

Unter einem Wärmekabel versteht sich ein Kabel unterschiedlicher Länge, das an die Steckdose geschaltet wird.

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Pflanzenheizung 75283K von ROMBERG

Durch die Stromzufuhr erhitzt sich das Kabel und kann somit Pflanzen, Wasserleitungen und Dachrinnen vor Frostschutz im Winter helfen.

Zum Beispiel kann es um den Pflanzentopf oder -kübel gewickelt werden, um die Wasserleitung gesponnen werden oder in der Dachrinne angebracht werden. Durch die ständig ausgestrahlte Wärme wird die Pflanze nicht sterben und das Wasser nicht frieren. Pflanzen überstehen den Winter und Leitungen werden nicht beschädigt.

Ein weiterer Anwendungsbereich des Kabels sind Beete und Hochbeete. In diesem Fall werden sie nicht nur im Winter benutzt, sondern können auch zur Wachsbeschleunigung der Pflanzen dienen. Das Wärmekabel muss hierfür in die Erde gelegt werden und hitzt diese auf.

Heizkabel als Frostschutz im Gewächshaus

Im Gewächshaus ist die Anwendung eines hitzeausstrahlenden Kabels sehr sinnvoll. Vor allem draußenstehende Treibhäuser können bei kalten Winter stark leiden.

Die empfindlichsten Pflanzen, hauptsächlich tropische, sollten wenn möglich zur Überwinterung im Wohnhaus untergebracht werden. Ist dies nicht möglich, können die Pflanzen mit einer Heizdecke oder eben einer Wärmevorrichtung warmgehalten werden.

ProduktbildProduktInfos★★☆
ROMBERG 75283K PflanzenheizungROMBERG
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MacGreen® HeizkabelMacGreen®
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MacGreen® Heizkabel/WärmekabelMacGreen®
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Selbstregulierend, mit oder ohne Thermostat

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Heizkabel, mit oder ohne Thermostat. Erstere schalten sich automatisch ein und aus. Die ohne Thermostat müssen manuell oder über eine Zeitschaltuhr angeschaltet werden.

Automatische Frostschutzfunktion

Die Varianten mit eingebautem Thermostat arbeiten automatisch und werden gegen Frostschäden benutzt.

Fällt die Umgebungstemperatur unter 5°C, schaltet sich die Funktion des Wärmens an, steigt die Temperatur wiederum über 10°C, so schaltet es sich automatisch aus. Zur Wärmung des Bodens im Beet wird dieses Erwärmkabel nicht benutzt.

Regulierbare Temperatur

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Digital-Thermostat von Bio Green

Die andere Version funktioniert ohne eingebauten Thermostat. Ein Thermostat sollte dennoch zur Kontrolle der Temperatur benutzt werden. Diese Kabelschnur heizt, sobald es in die Steckdose gesteckt wird.

Einige Modelle verfügen sogar über einen Temperaturregulierer. Wird die gewünschte Hitze erreicht, respektiv überschritten, muss das Heizkabel vom Strom genommen werden.

Zur korrekten Anwendung wäre eine ständige Kontrolle notwendig. Da diese jedoch nicht immer möglich ist, empfiehlt es sich, eine Zeitschaltuhr zu benutzen.

Die Kabelage wird für eine voreingestellte Zeit an- und auch wieder abgeschaltet. Somit kann ein Überhitzen der Erde vermieden werden. Ohne Thermostat wird vor allem zur Erhitzung des Pflanzenbodens genutzt.

Anwendung des Wärmekabels

Je nachdem, was gewärmt werden soll, wird ein anderes Kabelsystem benutzt. Außerdem wird es für unterschiedliche Anwendungszwecke unterschiedlich benutzt.

Überwinterung von sensiblen Pflanzen

Tropische und mediterrane Pflanzen, wie zum Beispiel Palmen, überstehen den Winterfrost nördlicher Gegenden nicht unbedingt. Sie können dennoch gehalten werden, jedoch sollten sie im Winter extra geschützt werden.

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Für die richtige Anzucht von Jungpflanzen: Das Wärmekabel von MacGreen®

Zum Schutz gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Zwei bekanntesten und wohl üblichsten sind eine Heizdecke und/oder ein Wärmekabel.

Die Pflanze sollte durch zu viel Liebe jedoch nicht überhitzt werden. Daher sollten Informationen über die maximal und minimal vertragbaren Temperaturen im Voraus gründlich recherchiert werden. Ein Kabelsystem mit Thermostat bietet jedoch meistens die Lösung.

Richtige Anwendung

Das Heizkabel wird um den Kübel oder den Topf gewickelt. Bei einem starken Stamm (Palme) soll es auch um den Stamm gesponnen werden.

Dank des eingebauten Thermostats wird das Kabelwärmesystem automatisch ein- und ausgeschaltet. Eine Überhitzung ist in diesem Fall kaum möglich.

Frostschutz an Wasserleitungen und Dachrinnen

Wasserleitungen, die sich draußen befinden, können bei kalten Winter schlimme Schäden davontragen. Das Wasser friert. Durch das zusätzliche Volumen entstehen Risse an der Leitung.

Im schlimmsten Fall muss die komplette Leitung nach der Frostzeit ersetzt werden. Bei Dachrinnen entsteht das gleiche Problem. Friert stehendes Wasser, können Risse und Verbiegungen entstehen. Ein Wärmekabel mit Thermostat kann helfen.

Richtige Anwendung

In der Dachrinne sollte das System einfach nur eingelegt werden. Zur Sicherheit kann es stellenweise befestigt werden, zum Beispiel mit Kabelbindern.

Bei Wasserleitungen sollte zuerst der kälteste Punkt gesucht werden. Auf diesen wird der Thermostat befestigt. Nun wird das Heizkabel um die Leitung gewickelt und wenn nötig mit Kabelbindern befestigt werden.

Zum Schutz kann zusätzlich eine Isolierung um die Leitung und die Elektronik gesponnen werden. Das Netzteil sollte die Wasserleitung nicht berühren.

Aufwärmen der Erde im Hochbeet

Hochbeete werden gerne erwärmt, um ein ideales Klima herzustellen und damit die Pflanzen schneller wachsen können.

Hierfür ist ein Heizkabel ohne eingebauten Thermostat nötig. Es sollte nämlich auch bei über 5°C heizen. Wird es jedoch nicht richtig verlegt, geht die Hitze größtenteils verloren.

Richtige Anwendung

Zuallererst ist darauf zu achten, dass das Beet auch richtig angelegt wurde. Ideal ist ein Rahmen aus Holz und eine Innenbeschichtung aus Plastikfolie.

In diese sollten, um die Wärmeabstrahlung zu vermeiden, Styroporplatten eingelegt werden. Diese sollten eine Höhe von 2 bis 5 cm haben. Ist das Beet so eingerichtet, geht bereits sehr viel weniger Hitze verloren.

bodenwaermer-mit-thermostat-glashaus
Mit dem Elixir Bodenwärmer die Pflanzen sicher durch den Winter bringen

Nun sollen einige Zentimeter Quarzsand eingefüllt werden, am besten feuchter. Über diesen wird das Heizkabel in Schlaufen verlegt. Es sollte sich auf keinen Fall selbst berühren oder kreuzen. Während der Verlegung darf es nicht angeschlossen sein.

Ist die Kabelschnur verlegt, kommen noch ein paar Zentimeter Quarzsand drauf. Nun werden Anzuchtschalen auf den Sand gesetzt. Um die Wärme im Hochbeet zu behalten, können freie Stellen mit feuchtem Torf aufgeschüttet werden.

Die Sandschichten sollten jeweils eine Höhe von 4 – 5 cm haben. Bei weniger Sand wird die Hitze nicht ganz gespeichert und geht teilweise verloren.

Bei sehr kalten Umgebungstemperaturen kann der Sand vorgewärmt werden, bevor die Schalen und Töpfe aufgesetzt werden. Hierfür wird Zeitungspapier über den Sand gelegt, das mit einer Plastikfolie zugedeckt wird.

Nach ein bis zwei Tagen durchgehendem Wärmen ist der Sand für die Pflanzen bereit. Der Sand sollte stets feucht sein, bevor er gewärmt wird.

Eigenschaften des Heizkabels

Was macht das Wärmekabel so speziell? Die Kabeldrähte sind geschützt vor Säure und Wasser, zudem ist es zum Schutz gut isoliert.

Da das Heizkabel auch draußen benutzt wird, sollte es stark und resistent gegen alle Wetter sein. Bestehend aus der Schnur und einem Stecker, kann es gleich angewandt werden. Ein Zusammenbauen ist nicht notwendig.

Gut überlegte Länge

Das Heizkabel ist in sehr unterschiedlichen Längen erhältlich. Je nach Entfernung zur Steckdose ist eine andere Länge notwendig. Im Notfall kann auch ein Verlängerungskabel helfen.

Vor Kauf sollte gewusst sein, wo es eingesetzt wird. Das System sollte nämlich weder gekürzt noch verlängert werden. Wird es gekürzt, besteht Überhitzungsgefahr, bei einer Verlängerung heizt es nicht mehr richtig.

Größere Fläche – mehr Leistung

Die richtige Leistung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Je mehr gewärmt werden soll, umso höher kann die Wattanzahl sein. Eine grobe Idee kann bei der richtigen Auswahl helfen:

  • 25 W – 0,40 m2
  • 50 W – 0,80 m2
  • 75 W – 1,20 m2
  • 100 W – 1,60 m2
  • 320 W – 4,50 m2

Wichtige Hinweise zum Heizkabel

Damit das Heizkabel eine lange Lebensdauer hat, sollten einige Hinweise bezüglich der Anwendung beachtet werden:

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Elektro-Frostwächter von Bio Green

Das Kabel sollte

  •  nicht zerschnitten oder geknickst werden.
  • sich nicht selbst berühren, sprich es darf sich weder kreuzen noch überlappen. Berührt es sich, so überhitzt es.
  • von Kindern ferngehalten werden.
  • von Nagetieren ferngehalten werden. Wird es angebissen, besteht die Gefahr eines Kurzschlusses oder einer Überhitzung. Unkontrolliert und in der Nähe von brennbarem Material kann dies zu einem Brand führen.
  • vor jedmöglicher Beschädigungen geschützt werden.
  • so verlegt werden, dass nicht drüber gestolpert werden kann.
  • nur mit abgesicherten Steckdosen verwendet werden. Vor allem wenn es im Freien oder in Feuchträumen benutzt wird, sollte hier sehr drauf geachtet werden.
  • während es verlegt oder im Beet gearbeitet wird, unbedingt vom Strom genommen werden.
  • zur Reinigung mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Auch hier darf auf keinen Fall Kontakt zur Steckdose bestehen.
  • wenn es im Gewächshaus benutzt wird, sollte das Gewächshaus regelmäßig auf Frischluft geprüft werden.

Fazit

Für Gartenfreunde kann das Heizkabel genau die richtige Lösung für lange, kalte Wintertage sein. Ohne eine Heizmöglichkeit würden viele wertvolle Pflanzen die Jahreszeit nicht überleben.

Das Kabel eignet sich jedoch nicht nur als Frostschutz. In Treibhäusern wird oft mit Hilfe von LED-Lichtern und kontrollierter Bewässerung ein ideales Klima für die jeweiligen Pflanzen hergestellt.

Auch hier kommt das Kabelsystem ins Spiel. Wird der Sandboden geheizt, wird ein tropisches Klima simuliert. In ihm können viele Pflanzen besser gedeihen und tragen eine größere Ernte.

Wird es richtig angewandt, kann ein so kleines Zubehör sehr viel Schaden vermeiden und bei dem Wachstum helfen. Es ist in mehreren Längen erhältlich. Verschiedene Hersteller arbeiten mit diversen Preisen. Um das Wärmekabel günstig zu erwerben, sollte daher ein Herstellervergleich vollzogen werden. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall.

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